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Das Bild heißt << Inkarnation (Gottes) >>. Es ist eine Collage, bestehend aus einer Fotokopie eines Fotos des Volto Santo und Ölmalerei auf Leinwand.

 

Die Präsentation des Bildes soll diese wunderbare Reliquie rehabilitieren, denn ich habe viele Abbildungen davon im Internet gesehen, die vielleicht gut gemeint waren, aber das Antlitz eher entstellt gezeigt haben, schielend oder sonstwie verändert. Es wird als „Gruselbild“ beschrieben, dessen Blick den Betrachter verfolgen würde und die Befassung mit dem Volto Santo wird als „Tuch-Schwärmerei“ abgewertet.

 

Was ist das Volto Santo ?

Das Volto Santo ist ein in einen Rahmen gespanntes Seidentuch (Muschelseide bzw. Byssus), welches mal ganz transparent und durchscheinend ist, bei Veränderung der Lichtverhältnisse jedoch ein Gesicht zeigt. Das Gesicht erscheint bei diesen Lichtverhältnissen auf beiden Seiten des Tuches, allerdings nicht deckungsgleich. Das Volto Santo befindet sich in Manopello in Italien.

 

Weitere Besonderheiten:

Das Bild ist mal wie gezeichnet, flach, etwas an naive Malerei erinnernd; dann wieder, bei Glühlampenlicht von vorne und hinten, sehr plastisch wirkend, wie das Foto einer Person.

 

Meine Geschichte mit dem Votlo Santo in Kürze:

Am 25.03. 2013 konnte ich das Volto Santo in Manopello besuchen und habe 7 Fotos davon mit meinem alten Klapp-Handy gemacht. Die Reise hatte sich relativ spontan durch eine Verkettung von Zufällen ergeben und ich wusste nicht sehr lange von der Existenz dieser Reliquie.

Jedes Foto hat einen komplett anderen Ausdruck und auf jedem Foto wird ein anderes Detail deutlich. Eines der Fotos habe ich für die Gemälde ausgesucht und mehrfach ausgedruckt. Mein Drucker war mit der Farbgebung etwas überfordert, so dass jeder Ausdruck einen anderen Farbstich hat. Einen dieser Ausdrucke habe ich für die Collage <Inkarnation> verwendet.

 

Jeder Mensch hat eine andere Geschichte, eine andere Wahrnehmung, eine andere Frage, eine andere Erwartung. Ich stand mit der Frage nach meinem Geliebten vor demBild. Der erste Blick in diese Augen war ein überwältigendes „Ja. Ja, ich kenne ihn auch und freue mich sehr über ihn.“

Der erste Anblick war die gezeichnet aussehende Variante. Das Bild enthält sämtliche Farben.

 

Es ist ein einzigartiger Gegenstand, egal wie man dazu steht. Muschelseide ist beispielsweise nicht färbbar, die Proportionen des abgebildeten Gesichtes stimmen mit denen des Gesichts auf dem Turiner Grabtuch überein, schon frühe Christus-Darstellungen ( viertes Jahrhundert ) tragen ähnliche Züge etc.. Viele Bücher wurden hierzu geschrieben. 

 

Eine bekannte Zeitschrift hatte kürzlich ein wissenschaftliches Bild von Jesus vorgestellt. Das war letztendlich nur die größte Wahrscheinlichkeit für das Aussehen eines Galiläers zu dieser Zeit. An das Wahrscheinlichste muss man nicht glauben, das Unwahrscheinliche fordert dagegen unseren Glauben, auch das Unvorstellbare. Der Beschreibung nach ist Jesus eher eine absolute Singularität. Entsprechend sind wir alle Singularitäten, einzigartige Personen.

 

Für mich selbst ist das Volto Santo ein Bild unserer Majestät, des Erstgeborenen aller Toten.

Allein diese Möglichkeit ist mein Friede.

 

Münster, den 25.06.2017,             Christina Klawitter